Wir verstehen einen Bereich oft durch einen anderen. Eine Metapher ist eine rhetorische Figur – und eine umfassendere kognitive Zuordnung –, die eine Sache anhand einer anderen, unähnlichen Sache beschreibt, ohne explizite Vergleichswörter wie like.
Lexikalische Metaphern werden konventionell; kreative Metaphern überraschen durch die Verknüpfung weit entfernter Bereiche. Die Theorie der konzeptuellen Metapher argumentiert, dass Muster wie „Argument ist Krieg“ nicht nur die poetische Sprache, sondern auch das alltägliche Denken prägen. Sprachen teilen einige Metaphernsysteme und entwickeln andere kulturell.
Die Metaphernanalyse findet Anwendung in der Literaturwissenschaft, der kognitiven Linguistik und der Kommunikationsforschung. Überstrapazierte Metaphern verlieren an Ausdruckskraft und werden zu toten Metaphern. Neue Metaphern hingegen können die Sichtweise eines Publikums auf ein Thema nachhaltig verändern.
- Impliziter Vergleich zwischen ungleichen Domänen
- Wirkt sowohl in der Alltagssprache als auch in der Literatur.
- Könnte tiefere konzeptionelle Zuordnungen widerspiegeln
- Konventionalisiert oder innoviert je nach Verwendung
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