Entzugserscheinungen bezeichnen eine Reihe unangenehmer körperlicher und psychischer Symptome, die auftreten, wenn eine Person die Einnahme eines Medikaments, an das sich der Körper gewöhnt hat, beendet oder drastisch reduziert. Die spezifischen Symptome hängen von der jeweiligen Substanz ab. Alkoholentzug kann Zittern, Angstzustände und in schweren Fällen Krampfanfälle umfassen. Opioidentzug führt zu grippeähnlichen Symptomen, Dysphorie und starkem Verlangen.
Der Entzug stellt das Gegenteil der akuten Wirkung des Medikaments dar. Ein Medikament, das die neuronale Aktivität dämpft, führt nach dem Absetzen zu einer Übererregbarkeit des Systems. Schweregrad und Verlauf variieren je nach Dosis, Anwendungsdauer und individuellen Faktoren. Manche Entzugssymptome sind medizinisch gefährlich, andere hingegen hauptsächlich unangenehm.
Nicht jede Substanz ruft eindeutige körperliche Entzugserscheinungen hervor. Psychische Abhängigkeit – starkes Verlangen und Schwierigkeiten im Alltag ohne die Substanz – kann selbst bei milden körperlichen Entzugserscheinungen auftreten. Die Behandlung kombiniert häufig die medikamentöse Therapie akuter Symptome mit langfristiger verhaltensbezogener und sozialer Unterstützung.
- Symptome nach Beendigung des wiederholten Drogenkonsums
- Oftmals das Gegenteil der akuten Wirkungen des Medikaments
- Der Schweregrad hängt von der Substanz und der Konsumgeschichte ab.
- Zu unterscheiden von psychischem Verlangen
Die Berücksichtigung des Entzugsrisikos ist ein Schlüsselelement für den sicheren Umgang mit verschreibungspflichtigen und illegalen psychoaktiven Substanzen.
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