Bildrauschen ist das digitale Äquivalent von Filmkorn. Es zeigt sich als Flecken oder zufällige Farb- und Helligkeitsschwankungen, insbesondere bei Aufnahmen mit hoher ISO-Empfindlichkeit oder bei schwachem Licht. Rauschunterdrückung ist der Prozess, dieses Rauschen zu entfernen oder zu reduzieren. Dies kann in der Kamera erfolgen, wo die Kamera die Rauschunterdrückung automatisch anwendet, oder in der Nachbearbeitung, wo der Fotograf mehr Kontrolle hat. Die kamerainterne Rauschunterdrückung ist zwar praktisch, aber oft aggressiv und glättet Details zusammen mit dem Rauschen. Die Rauschunterdrückung in der Nachbearbeitung ist differenzierter und ermöglicht es dem Fotografen, Details zu erhalten und gleichzeitig das Rauschen zu reduzieren.
Es gibt zwei Hauptarten von Bildrauschen: Luminanzrauschen, das Helligkeitsschwankungen beschreibt, und Farbrauschen, das Farbschwankungen beschreibt. Luminanzrauschen sieht aus wie Körnung und ist oft akzeptabel. Farbrauschen hingegen zeigt sich als farbige Flecken und ist in der Regel unerwünscht. Rauschunterdrückungssoftware verwendet Algorithmen, um Rauschen von Details zu unterscheiden. Manche Algorithmen sind einfach und verwischen das Bild leicht. Andere sind komplexer und nutzen maschinelles Lernen, um Kanten und Texturen zu erhalten. Rauschunterdrückung ist immer ein Kompromiss. Zu wenig Rauschen lässt das Bild verrauscht wirken. Zu viel lässt es künstlich und unnatürlich erscheinen.
Tipps zur Geräuschreduzierung
- Fotografieren Sie mit niedriger ISO-Empfindlichkeit. Die beste Rauschunterdrückung besteht darin, Rauschen von vornherein zu vermeiden.
- Nach rechts belichten. Hellere Belichtungen weisen weniger Rauschen auf.
- Verwenden Sie ein Stativ. Ermöglicht längere Verschlusszeiten und niedrigere ISO-Werte.
- Selektiv anwenden. Rauschen in Schatten reduzieren, Details in Lichtern erhalten.
- Maskierung verwenden. Rauschunterdrückung nur dort anwenden, wo sie benötigt wird.
Rauschunterdrückung ist kein Allheilmittel für eine schlechte Belichtung. Sie ist ein Hilfsmittel zur Verbesserung einer guten Belichtung.
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