„Alle Mann an Deck.“ „Schöne Räder.“ „Die Krone“ für die Monarchie. Die Synekdoche ist eine rhetorische Figur, bei der ein Teil für das Ganze oder das Ganze für einen Teil steht. Sie ist mit der Metonymie verwandt, die etwas durch etwas Ähnliches ersetzt.
Synekdoche ist allgegenwärtig in der Alltagssprache. „Fäden“ für Kleidung. „Münder zum Füttern“ für Menschen. „Stiefel auf dem Boden“ für Soldaten. Sie ist wirkungsvoll und anschaulich. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche. In der Literatur kann die Synekdoche kraftvolle Bilder erzeugen. „Die Hand, die sie verspottete, und das Herz, das sie nährte“ in Shelleys Ozymandias verwendet einzelne Teile, um die ganze Person zu repräsentieren. Sie kann auch spielerisch sein. „Er ist ein Anzugträger“ bedeutet, dass er ein Geschäftsmann ist. Synekdoche ist so häufig, dass wir sie oft gar nicht bemerken. Doch wenn man sie einmal bemerkt, erkennt man, wie Sprache auf diesen kleinen Ersetzungen beruht.
Beispiele
- „Alle Mann an Deck“ – Hände für die Matrosen
- „Schöne Räder“ – Räder fürs Auto
- „Die Krone“ – Krone für Monarch
- „Threads“ – Garne für Kleidung
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