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🟰 Parallelismus

Die Verwendung aufeinanderfolgender verbaler Konstruktionen, die in ihrer grammatikalischen Struktur übereinstimmen.

Parallelismus

Parallelismus bezeichnet die Verwendung ähnlicher grammatikalischer Strukturen in aufeinanderfolgenden Phrasen, Teilsätzen oder Sätzen. Die Wiederholung der Form erzeugt Rhythmus, Klarheit und Nachdruck.

„Ich kam, ich sah, ich siegte“ ist ein Beispiel für Parallelismus in seinen drei kurzen Teilsätzen. Längere Beispiele finden sich in Reden, Gedichten und gehobener Prosa, wann immer ein Autor gleichwertige Ideen miteinander verknüpfen möchte. Parallelismus kann Wörter, Phrasen oder ganze Sätze betreffen. Er erleichtert dem Leser das Verständnis, indem er die Struktur vorhersehbar und die Beziehungen zwischen den Teilen verdeutlicht.

Fehlerhafter Parallelismus – die Vermischung grammatikalischer Formen, die zusammenpassen sollten – ist ein häufiger Stilfehler. Seine Korrektur verbessert in der Regel sowohl Eleganz als auch Verständlichkeit. Über die Korrektheit hinaus ist bewusster Parallelismus ein wirkungsvolles Ausdrucksmittel. Er kann Intensität erzeugen, Ausgewogenheit schaffen oder einem Text die Autorität einer wohlüberlegten Rede verleihen. Die hebräische Poesie der Bibel beispielsweise stützt sich stark auf Parallelstrukturen.

Wenn aufeinanderfolgende Einheiten die gleiche grammatikalische Struktur aufweisen, spricht man von Parallelismus.

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