Serifenlose Schriften verzichten auf die kleinen Zierlinien an den Strichenden. Der Name leitet sich vom französischen Wort „sans“ ab, was „ohne“ bedeutet. Bekannte Beispiele sind Helvetica, Futura, Arial und Gotham. Der Stil entstand im 19. Jahrhundert, erlebte aber im 20. Jahrhundert einen regelrechten Boom, insbesondere in der Schweizer Designszene und in modernistischen Bewegungen, die klare, funktionale Formen bevorzugten.
Serifenlose Schriften wirken oft modern, neutral und zugänglich. Daher sind sie in digitalen Benutzeroberflächen, auf Beschilderungen und im Corporate Design weit verbreitet. Sie eignen sich gut für kleine Bildschirmgrößen, wo Serifenschriften schnell unübersichtlich werden können. Dennoch sind sie nicht grundsätzlich besser als Serifenschriften. Längere Fließtextpassagen in einer schlecht gestalteten serifenlosen Schrift können die Augen ermüden. Die Wahl hängt vom Kontext, dem Medium und dem gewünschten Tonfall ab.
Übliche Verwendungen
- Digitale Schnittstellen und App-Design.
- Beschilderungs- und Wegeleitsysteme.
- Markenbildung für Unternehmen und Technologien.
- Überschriften und kurze Textblöcke.
Serifenlose und serifenlose Schriften harmonieren oft gut miteinander. Häufig wird für den Fließtext eine Serifenschrift und für Überschriften eine serifenlose Schrift verwendet, oder umgekehrt, je nach gewünschter Wirkung.
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