Bewegung im Design lenkt den Blick des Betrachters durch eine Komposition. Es handelt sich dabei nicht um physische Bewegung, auch wenn Motion Graphics diese suggerieren. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass das Auge gezielt von einem Element zum nächsten geführt wird. Designer erzeugen Bewegung durch Linien, Formen, Farben und Anordnung. Eine diagonale Linie vermittelt Energie, eine geschwungene Linie Fluss. Ein sich wiederholendes Element schafft eine Bahn, der das Auge automatisch folgt.
Das Z- und das F-Muster beschreiben gängige Blickführungen auf Webseiten. Beim Z-Muster wandert der Blick über den oberen Rand, dann zur gegenüberliegenden Ecke und wieder darüber. Es eignet sich gut für einfache Landingpages mit einem klaren Handlungsaufruf. Das F-Muster beschreibt, wie Nutzer textreiche Seiten scannen: Sie lesen die ersten Zeilen vollständig und überfliegen dann den linken Rand. Designer platzieren wichtige Informationen entlang dieser Lesepfade.
Werkzeuge zur Erzeugung von Bewegung
- Linien und Pfeile, die den Weg weisen.
- Wiederkehrende Formen, die einen Pfad bilden.
- Farbverläufe, die den Blick fesseln.
- Größenänderungen, die eine optische Neigung erzeugen.
Bewegung bedeutet nicht, Dinge unnötig zu überladen. Es geht darum, den Blick auf natürliche Weise zu lenken und ihn zum wichtigsten Inhalt zu führen.
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