Der Durchsatz misst, wie viele Transaktionen eine Blockchain pro Sekunde verarbeiten kann. Bitcoin schafft etwa 7. Ethereum verarbeitet im Mainnet rund 15. Solana gibt Zehntausende an. Visa verarbeitet in Spitzenzeiten rund 24.000 Transaktionen pro Sekunde. Die Kluft zwischen Kryptowährungen und traditionellen Zahlungsnetzwerken liegt im Durchsatzproblem. Erreicht eine Blockchain ihre Kapazitätsgrenze, steigen die Gebühren und die Nutzer müssen warten. Der Durchsatz ist nicht nur eine technische Kennzahl. Er entscheidet darüber, ob eine Blockchain als Zahlungsnetzwerk oder lediglich als Abwicklungsschicht dienen kann.
Der Durchsatz hängt von Blockgröße, Blockzeit und Transaktionsgröße ab. Größere Blöcke können mehr Transaktionen aufnehmen. Schnellere Blöcke fügen Transaktionen häufiger hinzu. Kleinere Transaktionen passen mehr pro Block. Jeder Parameter hat Vor- und Nachteile. Größere Blöcke benötigen mehr Bandbreite und Speicherplatz, was den Betrieb der Nodes verteuert. Schnellere Blöcke erhöhen die Rate der Blockchain-Reorganisationen. Kleinere Transaktionen können zu Funktionseinbußen führen. Layer-2-Lösungen steigern den effektiven Durchsatz, indem sie Transaktionen außerhalb der Blockchain verarbeiten und Batches in der Blockchain abwickeln. Rollups können den effektiven Durchsatz auf Tausende pro Sekunde steigern. Die Basiskette muss nicht jede Transaktion verarbeiten, sondern nur die Batches abwickeln.
Durchsatz pro Netzwerk
- Bitcoin — 7 Transaktionen pro Sekunde
- Ethereum-Hauptnetz – 15 Transaktionen pro Sekunde
- Solana – Tausende bis Zehntausende TPS
- Rollups – Hunderte bis Tausende TPS effektiv
- Visa – Höchststand bei TPS: 24.000
Durchsatz allein macht eine Blockchain nicht nützlich. Sicherheit und Dezentralisierung sind ebenfalls wichtig. Eine schnelle Blockchain mit nur fünf Validatoren ist kein guter Kompromiss.
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