Die Abdichtung macht eine Gebäudeoberfläche widerstandsfähig gegen eindringendes Wasser. Sie bildet die Barriere, die Wasser fernhält. Wasser ist die zerstörerischste Kraft im Bauwesen. Es lässt Holz verrotten, Stahl korrodieren, Mörtel auflösen und Schimmelbildung begünstigen. Abdichtung ist nicht glamourös, sondern unsichtbar. Dennoch ist sie unerlässlich. Ein Gebäude ohne Abdichtung wird versagen. Der Keller wird undicht, das Dach tropft, die Wände bekommen Flecken, und die Bausubstanz wird beschädigt.
Die Abdichtung erfolgt auf verschiedene Weise. Unterirdisch werden Fundamentwände mit Membranen oder Bentonit-Ton beschichtet. Die Membran besteht aus einer gummierten Asphalt- oder Kunststofffolie. Bentonit ist ein Ton, der bei Nässe aufquillt. Dächer werden mit Membranen, Blechabdeckungen und Dichtstoffen abgedichtet. In Badezimmern kommen Fliesen und wasserdichte Bauplatten zum Einsatz. Fenster und Türen erfordern eine sorgfältige Abdichtung. Terrassen und Balkone werden mit Beschichtungen und Membranen versehen. Für jede Anwendung gibt es spezifische Materialien und Verfahren. Die Wahl hängt vom Untergrund, der Witterung und dem Budget ab.
Die Abdichtung muss lückenlos sein. Jede Lücke, jeder Riss lässt Wasser eindringen. Die Details sind entscheidend. Ecken, Durchdringungen und Übergänge sind die Schwachstellen. Die Abdichtung muss von Fachkräften installiert werden. Sie muss vor dem Abdecken geprüft und getestet werden. Ein Dichtigkeitstest an der Duschwanne ist üblich, ebenso wie ein Dichtigkeitstest am Dach. Abdichtung ist ein System, kein Produkt, sondern ein Prozess. Sie muss fachgerecht ausgeführt, gewartet und mit Respekt behandelt werden. Sie schützt das Gebäude.
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