ELISA steht für Enzymimmunoassay. Es ist ein Standardverfahren in der medizinischen Diagnostik. Mithilfe von an Enzyme gekoppelten Antikörpern weist es Proteine, Antikörper und andere Moleküle nach. Bei Anwesenheit des Zielmoleküls reagiert das Enzym mit einem Substrat und erzeugt eine Farbveränderung. Die Farbintensität gibt die Konzentration des Zielmoleküls an. Das Verfahren ist einfach, sensitiv und kostengünstig.
Der Test ist in verschiedenen Formaten verfügbar. Bei einem direkten ELISA wird das Antigen auf einer Platte immobilisiert und mittels eines enzymgekoppelten Antikörpers nachgewiesen. Bei einem indirekten ELISA bindet ein primärer Antikörper an das Antigen, und ein sekundärer enzymgekoppelter Antikörper bindet an den primären. Bei einem Sandwich-ELISA wird das Antigen zwischen zwei Antikörpern eingeschlossen, was die Spezifität erhöht. Bei einem kompetitiven ELISA konkurriert das Zielantigen mit einer markierten Version um die Bindungsstellen.
Der ELISA-Test dient der Diagnose von HIV, Hepatitis, Borreliose und vielen anderen Infektionen. Er wird zur Messung von Hormonen, Zytokinen und Tumormarkern eingesetzt. In der Lebensmittelsicherheit dient er dem Nachweis von Allergenen und Kontaminanten. In der Forschung wird er zur Quantifizierung von Proteinen in Proben verwendet. Er zählt zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Testverfahren.
Die Methode ist nicht perfekt. Sie kann falsch positive und falsch negative Ergebnisse liefern. Kreuzreaktionen können auftreten. Sie erfordert sorgfältige Optimierung und Validierung. Dennoch bleibt sie ein Eckpfeiler der Diagnostik, weil sie funktioniert.
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