Ein Stahlskelett ist ein Gerüst aus Stahlträgern und -stützen, das ein Gebäude trägt. Das Stahlskelett nimmt die Lasten auf. Wände, Geschossdecken und Dach hängen daran oder ruhen darauf. Stahlskelette ermöglichten den Bau von Wolkenkratzern, da sie stabil, leicht und schnell zu errichten sind.
Stahl zeichnet sich durch ein hohes Festigkeits-Gewichts-Verhältnis aus. Ein Stahlträger kann größere Spannweiten überbrücken als ein gleich schwerer Holzträger. Stahlstützen benötigen weniger Stellfläche als Betonstützen. Stahl kann in einer Werkstatt vorgefertigt, zur Baustelle transportiert und dort verschraubt oder verschweißt werden. Diese Schnelligkeit ist bei engen Zeitplänen ein entscheidender Vorteil.
Stahl hat Schwächen. Er verliert bei hohen Temperaturen an Festigkeit und muss daher feuerfest geschützt werden. Er kann korrodieren und muss daher lackiert oder verzinkt werden. Unter Druckbelastung kann er knicken, wenn er nicht ausreichend abgestützt ist. Verbindungen sind von entscheidender Bedeutung, insbesondere in Erdbebengebieten, wo die Tragkonstruktion Energie absorbieren muss, ohne zu brechen.
Die meisten Hochhäuser bestehen aus Stahlrahmen, oft in Kombination mit Betondecken. Der Rahmen übernimmt die statischen Aufgaben. Die Fassade erledigt den Rest.
Comments
No comments yet. Be the first to share a thought.
Leave a comment