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💊 Zäpfchen

Eine Darreichungsform, die in den Mastdarm oder die Vagina eingeführt wird.

Zäpfchen

Ein Zäpfchen ist eine Darreichungsform, die in den Enddarm oder die Vagina eingeführt wird, wo es sich auflöst und den Wirkstoff freisetzt. Die rektale Verabreichung ist hilfreich, wenn der Patient nicht schlucken kann, erbricht oder bewusstlos ist. Da der obere Verdauungstrakt umgangen wird, ist der Wirkstoff weniger stark durch Magensäure beeinträchtigt und wirkt bei manchen Medikamenten schneller als oral. Die vaginale Verabreichung wird bei lokalen Beschwerden wie Infektionen oder zur Hormontherapie eingesetzt.

Zäpfchen bestehen aus einer Grundlage, die bei Körpertemperatur schmilzt, wie beispielsweise Kakaobutter oder Polyethylenglykol. Der Wirkstoff wird in die Grundlage eingemischt, die anschließend in eine kugel- oder torpedoförmige Form gegossen wird. Rektale Zäpfchen werden hinter den Analschließmuskel eingeführt, wo sie sich auflösen und der Wirkstoff über die Rektalschleimhaut aufgenommen wird. Die Resorption kann unregelmäßig sein, und manche Wirkstoffe werden auf diesem Weg nur schlecht aufgenommen. Zäpfchen werden auch als Abführmittel, Antiemetika und Schmerzmittel eingesetzt, insbesondere in der Pädiatrie und Palliativmedizin.

Praktische Hinweise:

Zäpfchen sind zwar nicht die erste Wahl für die meisten Medikamente, füllen aber eine wichtige Nische, wenn andere Verabreichungswege nicht möglich sind.

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