Eine Schriftart definiert Größe, Stärke und Stil eines Schriftbildes. Helvetica ist ein Schriftbild. Helvetica Bold 12 Punkt ist eine Schriftart. Die Unterscheidung stammt aus der Zeit des Bleisatzes, als eine Schriftart ein physischer Satz von Buchstaben in einer einheitlichen Größe und einem einheitlichen Stil war. Die digitale Technologie hat die Grenzen verwischt. Die meisten Menschen verwenden heute die Begriffe Schriftart und Schriftbild synonym, und auch Softwaremenüs verwenden sie synonym. In der Praxis spielt der Unterschied außerhalb der professionellen Typografie kaum eine Rolle.
Schriftfamilien gibt es mit vielen Varianten. Eine einzelne Familie kann beispielsweise die Schnitte Light, Regular, Medium, Bold und Black sowie Kursiv- und Schmalschnitte umfassen. Designer wählen die Schriftschnitte, um eine Hierarchie zu schaffen. Eine fettgedruckte Überschrift neben normalem Fließtext signalisiert Wichtigkeit. Ein Light-Schnitt für eine große Überschrift wirkt elegant und luftig. Die Wahl der Schriftart beeinflusst Lesbarkeit, Tonfall und den Platzbedarf des Textes auf der Seite. Eine schmale Schriftart ermöglicht mehr Wörter in einer schmalen Spalte. Eine breite Schriftart benötigt mehr Platz und wirkt lockerer.
Gängige Schriftarten
- Serifenschrift: mit dekorativen Strichen an den Enden.
- Sans-serif: ohne Zierstriche.
- Schrift: ähnelt einer Handschrift.
- Display: Konzipiert für Überschriften und kurze Texte.
Die Wahl der Schriftart ist nicht nur eine ästhetische Frage. Eine unpassende Schriftart kann den Lesefluss stören, Nutzer verwirren oder die Glaubwürdigkeit einer Marke untergraben. Sie zählt zu den wichtigsten Entscheidungen in einem Designprojekt.
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