Der Kameramann ist für die visuelle Gestaltung und die Kameraarbeit eines Films verantwortlich. Er wird auch Director of Photography oder DP genannt. Er arbeitet eng mit dem Regisseur zusammen, um das Drehbuch in Bilder umzusetzen. Er wählt Kamera, Objektiv, Filmmaterial oder digitalen Sensor, Beleuchtung und Bildausschnitt aus. Er leitet das Kamera- und das Beleuchterteam und trägt die Verantwortung für das Erscheinungsbild jeder einzelnen Einstellung.
Die Rolle des Kameramanns/der Kamerafrau ist sowohl teamorientiert als auch technisch anspruchsvoll. Er/Sie muss Belichtung, Farbe, Kontrast und Bildkomposition verstehen. Er/Sie muss wissen, wie man eine Szene ausleuchtet, um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen, wie man die Kamera bewegt, um eine Geschichte zu erzählen, und wie man Objektive einsetzt, um die Perspektive zu steuern. Außerdem muss er/sie ein Team leiten, ein Budget verwalten und einen Drehplan einhalten. Der Beruf ist eine Mischung aus Künstler, Techniker und Manager.
Manche Kameraleute sind für ihren unverwechselbaren Stil bekannt. Roger Deakins bevorzugt natürliches Licht und präzise Bildkomposition. Emmanuel Lubezki arbeitet mit langen Einstellungen und natürlichem Licht. Hoyte van Hoytema dreht auf Film und im Großformat. Jeder von ihnen verleiht seinen Filmen eine ganz eigene visuelle Handschrift. Der Kameramann erhält zwar meist nicht dieselbe Anerkennung wie der Regisseur, doch seine Arbeit prägt maßgeblich die Optik und die Atmosphäre eines Films.
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