Bhakti ist hingebungsvolle Liebe und Hingabe an einen persönlichen Gott. Sie ist einer der Wege zur Befreiung im Hinduismus. Es ist der Weg der Liebe. Der Gläubige liebt Gott von ganzem Herzen. Er gibt seinen Willen auf. Er widmet ihm seine Taten. Er singt, tanzt und dient. Bhakti ist nicht intellektuell, sondern emotional und beziehungsorientiert. Sie ist die Liebende und die Geliebte.
Die Bhakti-Bewegung entstand in Südindien und breitete sich über den gesamten Subkontinent aus. Sie stellte die persönliche Hingabe über Rituale und Kastenwesen. Sie brachte bedeutende Dichter und Heilige hervor. Mirabai besang Krishna. Tulsidas verfasste das Ramcharitmanas. Chaitanya Mahaprabhu verbreitete die Verehrung Krishnas. Die Bewegung demokratisierte die Religion und öffnete den Weg für Frauen und Angehörige niedrigerer Kasten. Sie betonte den Namen Gottes und die Liebe.
Formen der Bhakti
- Shravana: das Hören über Gott.
- Kirtana: Lobgesänge.
- Smarana: Gott gedenken.
- Padasevana: Gottes Füßen dienen.
- Archana: die Darbringung von Verehrung.
- Vandana: betet.
- Dasya: als Dienerin tätig.
- Sakhya: Freundschaft mit Gott.
- Atmanivedana: völlige Hingabe.
Bhakti ist der Weg des Herzens. Er ist für jeden zugänglich. Er erfordert kein Wissen. Er erfordert keinen Reichtum. Er erfordert Liebe. Der Verehrer singt den Namen. Der Name wird süß. Das Herz schmilzt. Tränen fließen. Der Verehrer verliert sich in Gott. Das ist das Ziel. Die Vereinigung mit dem Geliebten. Die Seele verschmilzt mit dem Göttlichen. Es ist die höchste Glückseligkeit. Es ist die höchste Liebe. Bhakti ist nicht nur eine Übung. Es ist eine Beziehung. Es ist eine Romanze. Es ist die Sehnsucht der Seele nach Gott. Und Gottes Sehnsucht nach der Seele. Das ist das Geheimnis. Das ist die Freude. Das ist Bhakti.
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