Vor dem ausgefeilten Entwurf, vor der pixelgenauen Komposition, gibt es meist eine Skizze. Schnell, locker, oft unansehnlich. Eine Skizze ist eine Freihandzeichnung, mit der man Ideen entwickelt, ohne sich darauf festzulegen. Es ist Denken auf Papier.
Designer fertigen Skizzen aus demselben Grund an wie Autoren Entwürfe. Die erste Idee ist selten die beste. Durch Skizzieren lassen sich zwanzig Varianten in der Zeit erstellen, die man für ein einziges digitales Modell bräuchte. Die meisten davon werden schlecht sein. Genau das ist der Punkt. Schlechte Skizzen kosten nichts. Schlechte fertige Designs hingegen viel.
Was gelingt Skizzen gut
- Schnell viele Ideen generieren
- Grobe Konzepte in Meetings kommunizieren
- Layoutprobleme aufdecken, bevor Code geschrieben wird
- Konzentriere dich auf die Struktur, nicht auf die Oberfläche.
Architekten skizzieren. Produktdesigner skizzieren. Webdesigner skizzieren auf Papier, Whiteboards oder Tablets. Manche führen Skizzenbücher wie Musiker Aufnahmen, als fortlaufende Dokumentation unfertiger Ideen. Eine Skizze ist kein fertiges Produkt. Sie ist ein Denkwerkzeug. Die Unregelmäßigkeit ist ein Merkmal, kein Fehler. Wirkt eine Skizze zu perfekt, kritisieren die Betrachter die Farben statt des Layouts.
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