Bittet man eine Druckerei in Tokio und eine in Toronto, denselben Rotton zu mischen, erhält man möglicherweise zwei unterschiedliche Rottöne. Pantone wurde entwickelt, um dieses Problem zu lösen. Das 1963 gegründete Unternehmen hat ein standardisiertes Farbabstimmungssystem geschaffen. Jede Farbe erhält eine Nummer und einen Namen, und der gedruckte Farbfächer zeigt exakt, wie die jeweilige Farbe aussehen soll. Designer geben Pantone-Nummern an, und Druckereien setzen diese um.
Das System begann mit dem Pantone Matching System für Druckfarben. Mittlerweile wird es auch in den Bereichen Textilien, Kunststoffe, Farben und digitale Farbgebung eingesetzt. Jedes Jahr kürt Pantone die Farbe des Jahres – ein Marketingereignis, das Mode, Inneneinrichtung und Markenbildung beeinflusst. Die Wahl ist nicht neutral, sondern spiegelt kulturelle Stimmungen und wirtschaftliche Interessen wider. Dennoch bleibt der Kernzweck praktisch: Ein Pantone-Farbmuster ist ein Vertrag. Es gibt allen Beteiligten in der Produktionskette vor, welche Farbe angestrebt werden soll.
Warum Designer es verwenden
- Gleichbleibende Farbwiedergabe über verschiedene Drucker und Materialien hinweg.
- Eine gemeinsame Terminologie für Kunden und Lieferanten.
- Referenzchips, die physisch verglichen werden können.
- Abdeckung von Spezialtinten wie Metallic- und Fluoreszenzfarben.
Pantone ist nicht perfekt. Bildschirm- und Druckfarben stimmen nie exakt überein. Für Markenentwicklung und Verpackungen bleibt es aber der Branchenstandard.
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