Ein Film wird gedreht. Das Material wird geschnitten. Anschließend erfolgt die Farbkorrektur. Farbkorrektur ist der Prozess, die Farben eines Films zu verändern und zu optimieren. Sie ist nicht dasselbe wie die Farbkorrektur, die Fehler behebt und die einzelnen Einstellungen angleicht. Farbkorrektur ist ein kreativer Prozess. Sie bestimmt die Stimmung, definiert den Look und unterstützt die Geschichte. Eine warme Farbgebung wirkt nostalgisch. Eine kühle Farbgebung wirkt klinisch. Eine entsättigte Farbgebung wirkt düster. Die Farbpalette ist Teil des Storytellings.
Der Prozess nutzt Software wie DaVinci Resolve, Baselight oder Adobe Premiere. Der Colorist passt Schatten, Mitteltöne und Lichter an. Er verändert Farbton, Sättigung und Luminanz. Mithilfe einer Lookup-Tabelle (LUT) kann er dem Filmmaterial einen bestimmten Look verleihen. Er kann eine Farbe, beispielsweise ein rotes Kleid, hervorheben. Oder er kann einen Split-Tone-Effekt mit warmen Lichtern und kühlen Schatten erzeugen. Die Werkzeuge sind leistungsstark und die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt.
Die Farbkorrektur ist oft unsichtbar. Gelingt sie, bemerkt das Publikum sie nicht. Es spürt einfach die Stimmung. Misslingt sie, wirkt der Film grell oder flach. Der Colorist arbeitet mit Kameramann und Regisseur zusammen, um den Look festzulegen. Es ist ein gemeinschaftliches Handwerk, das nach den Dreharbeiten im Dunkeln des Grading-Studios stattfindet.
Comments
No comments yet. Be the first to share a thought.
Leave a comment