Mischkultur ist eine landwirtschaftliche und gartenbauliche Praxis, bei der bestimmte Pflanzenarten zum gegenseitigen Nutzen zusammen angebaut werden, beispielsweise zur Schädlingsabwehr, zur Förderung der Bestäubung, zur Nährstoffversorgung oder zur Beschattung. Traditionelle Systeme umfassen die „Drei Schwestern“ der indigenen Landwirtschaft Nordamerikas – Mais, Bohnen und Kürbis –, wobei Mais als Rankhilfe für Bohnen dient, Bohnen Stickstoff binden und Kürbis Unkraut unterdrückt. Weitere klassische Kombinationen sind Ringelblumen mit Tomaten zur Abwehr von Nematoden, Basilikum mit Paprika und Kapuzinerkresse mit Kreuzblütlern zur Blattlausbekämpfung. Einige Kombinationen wirken jedoch antagonistisch, wie beispielsweise Fenchel mit den meisten Gemüsesorten oder Walnussbäume mit vielen Nutzpflanzen. Die wissenschaftlichen Belege für Mischkultur sind uneinheitlich: Einige Effekte sind gut dokumentiert, wie die Anlockung von Nützlingen durch Fangpflanzen und die Bereitstellung von Blütenressourcen, während andere auf Tradition und Anekdoten beruhen. Moderne Forschung in der Agrarökologie und im integrierten Pflanzenschutz hat das Interesse an Mischkultur als Instrument zur Reduzierung von Pestiziden und zur Steigerung der Biodiversität in der Landwirtschaft neu entfacht.
🤝 Begleitpflanzung
Gemeinsamer Anbau bestimmter Pflanzen zum gegenseitigen Schutz vor Schädlingen.
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