Bei der Glasmalerei werden farbige Glasstücke zu Fenstern, Paneelen und Lampenschirmen zusammengesetzt. Das Glas wird zugeschnitten und anschließend mit Bleileisten oder Kupferfolie verbunden. Bleileisten sind profilierte Leisten, die die Glaskanten zusammenhalten. Kupferfolie umhüllt jedes einzelne Stück, und Lötzinn überbrückt die Lücken. Beide Methoden ergeben ein stabiles Paneel, das in ein Fenster gehängt oder in einen Rahmen eingesetzt werden kann.
Das Handwerk ist uralt. Mittelalterliche Kathedralen nutzten Buntglas, um Geschichten für analphabetische Gemeinden zu erzählen. Das Glas war dick, blasenreich und voller Unregelmäßigkeiten, die das Licht streuten. Modernes Glas gibt es in glatten Platten, doch Kunstglashersteller fertigen nach wie vor strukturierte und opalisierende Varianten. Der Designprozess beginnt mit einer maßstabsgetreuen Zeichnung, die jedes einzelne Teil zeigt. Das Glas wird passgenau zugeschnitten und anschließend vor dem Zusammenbau glatt geschliffen.
Zwei Hauptmontagemethoden
- Blei kam – traditionell, robust, geeignet für große Paneele
- Kupferfolie – dünnere Linien, gut für kleine und filigrane Arbeiten
Sicherheit ist wichtig. Blei ist giftig. Geschnittenes Glas ist scharf. Tragen Sie beim Umgang mit Blei Handschuhe, waschen Sie sich nach dem Löten die Hände und kehren Sie Glassplitter mit einem feuchten Papiertuch, nicht mit bloßen Händen, auf.
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