Eine Sekundärgruppe ist eine größere, unpersönliche Gruppe, die für einen bestimmten Zweck gebildet wird. Beispiele hierfür sind ein Komitee, eine Klasse, ein Unternehmen oder eine politische Partei. Die Beziehungen sind formell, zeitlich befristet und rollenbasiert. Man interagiert mit anderen als ihren jeweiligen Funktionsträgern, nicht als eigenständigen Personen.
Sekundärgruppen sind in modernen Gesellschaften unerlässlich. Sie koordinieren umfangreiche Aufgaben, die Primärgruppen nicht bewältigen können. Ein Krankenhaus, eine Universität und eine Regierungsbehörde sind Beispiele für Sekundärgruppen. Sie basieren auf Regeln, Hierarchien und schriftlicher Kommunikation.
Eigenschaften
- Große Größe, oft Dutzende oder Tausende von Mitgliedern
- Unpersönliche und formale Beziehungen
- Spezifische Ziele und Zeitvorgaben
- Rollen sind wichtiger als Persönlichkeiten.
- Regeln und Verträge regeln die Interaktion
Sekundärgruppen können sich kühl anfühlen. Sie bieten aber auch Freiheit. Man kann einen Job oder einen Kurs verlassen, ohne seine Identität zu verlieren. In Primärgruppen ist der Ausstieg schwieriger und schmerzhafter. Beide Gruppentypen sind wichtig. Die einen schaffen Nähe, die anderen ermöglichen es, Dinge in großem Umfang zu bewegen.
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