Bei der Wiederaufforstung werden Bäume dort angepflanzt, wo Wälder gerodet wurden. Sie unterscheidet sich von der Aufforstung, bei der Bäume dort gepflanzt werden, wo vor Kurzem noch keine Wälder existierten. Die Wiederaufforstung stellt das wieder her, was verloren gegangen ist. Ziel ist es, das Waldökosystem – Bäume, Unterholz, Wildtiere und die von ihnen erbrachten Ökosystemleistungen – wiederherzustellen.
Die Methoden sind vielfältig. Manche Projekte pflanzen Setzlinge von Hand. Andere setzen Drohnen ein, um Samenkapseln abzuwerfen. Die natürliche Regeneration, bei der Wälder aus nahegelegenen Samenquellen selbstständig nachwachsen, ist oft kostengünstiger und artenreicher. Eine Kombination verschiedener Ansätze ist am effektivsten. Die Wahl der Baumarten ist entscheidend. Heimische Bäume bieten Lebensraum für die lokale Tierwelt. Schnellwachsende, nicht heimische Arten speichern zwar schnell Kohlenstoff, schädigen aber die Artenvielfalt.
Aufforstung ist kein Ersatz für den Schutz bestehender Wälder. Ein alter Wald speichert mehr Kohlenstoff und beherbergt mehr Arten als eine junge Plantage. Das Fällen von Altholz zur Anpflanzung von Jungbäumen bedeutet über Jahrzehnte hinweg einen Nettoverlust. Priorität sollte der Erhalt der Wälder haben. Aufforstung hilft, kann aber die fortschreitende Entwaldung nicht ausgleichen. Nur wenn beides gleichzeitig geschieht, ist die Rechnung aufgegangen.
Wichtigste Ansätze
- Handpflanzung
- Drohnenaussaat
- Natürliche Regeneration
- Auswahl einheimischer Arten
- Von der Gemeinschaft verwaltete Projekte
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