Ein Grundriss ist eine maßstabsgetreue Zeichnung, die die Anordnung von Räumen und Flächen auf einer Ebene eines Gebäudes darstellt. Er wird so gezeichnet, als würde man das Gebäude horizontal in etwa Hüfthöhe durchschneiden und von oben betrachten. Wände, Türen, Fenster, Treppen und Einbauten sind alle eingezeichnet.
Grundrisse sind die gebräuchlichsten Architekturzeichnungen. Sie werden von allen genutzt: Bauherren, Bauunternehmern, Gutachtern und Immobilienmaklern. Ein guter Grundriss veranschaulicht die Funktionsweise eines Raumes – wie man sich darin bewegt, wie die Räume zueinander stehen und woher das Licht kommt.
Der Maßstab ist wichtig. Ein Grundriss für ein Wohnhaus wird oft im Maßstab 1:48 gezeichnet. Ein großer Gewerbeplan hingegen kann im Maßstab 1:48 gezeichnet werden. Details werden in größeren Maßstäben dargestellt. Der Maßstab gibt an, wie stark die Zeichnung gegenüber der tatsächlichen Größe verkleinert wurde.
Grundrisse sind nicht nur technischer Natur. Sie sind auch soziale Dokumente. Sie offenbaren, wie eine Kultur über Privatsphäre, Familie, Arbeit und Gastfreundschaft denkt. Vergleicht man den Grundriss eines viktorianischen Hauses mit dem einer modernen offenen Wohnung, erkennt man zwei unterschiedliche Lebensweisen.
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