Priming ist die – oft unbewusste – Aktivierung bestimmter Assoziationen im Gedächtnis, die dann nachfolgende Gedanken, Gefühle oder Verhaltensweisen beeinflusst. Es tritt auf, wenn die Konfrontation mit einem Reiz verwandte Konzepte oder Reaktionen leichter zugänglich macht.
Beispielsweise beschleunigt das Lesen des Wortes „Brot“ das anschließende Erkennen des Wortes „Butter“. Priming kann perzeptuell, konzeptuell oder semantisch sein und wird häufig in der kognitiven Psychologie zur Untersuchung des impliziten Gedächtnisses eingesetzt. Es findet außerhalb des Bewusstseins statt und gilt daher als eine Form des impliziten Gedächtnisses.
Wichtigste Punkte
- Aktivierung von Assoziationen durch einen vorangegangenen Reiz
- Oft unbewusst und automatisch
- Beschleunigt die Erkennung oder Reaktion
- Wird zur Untersuchung des impliziten Gedächtnisses verwendet
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