Die Gesundheitspsychologie ist der Teilbereich der Psychologie, der untersucht, wie biologische, psychologische und soziale Faktoren Gesundheit und Krankheit beeinflussen. Sie wendet psychologische Erkenntnisse zur Prävention und Behandlung körperlicher Erkrankungen sowie zur Förderung gesundheitsfördernden Verhaltens an.
Zu den Themen gehören die Auswirkungen von Stress auf das Immunsystem, die Rolle von Persönlichkeit und Bewältigungsstrategien bei der Genesung, die Einhaltung von Therapieplänen, Schmerzmanagement und die Entwicklung von Interventionen zur Reduzierung des Rauchens, zur Verbesserung der Ernährung und zur Steigerung der körperlichen Aktivität. Gesundheitspsychologen arbeiten in Krankenhäusern, Kliniken, Gesundheitsbehörden und Forschungseinrichtungen. Sie kooperieren mit Ärzten, Pflegekräften und anderen Fachkräften, um die verhaltensbezogenen Aspekte medizinischer Probleme zu behandeln.
Das Forschungsfeld basiert auf dem biopsychosozialen Modell, das Gesundheit als Ergebnis des Zusammenspiels biologischer Prozesse, individuellen Verhaltens und kognitiver Fähigkeiten sowie des sozialen Kontextes betrachtet. Chronische Erkrankungen, die stark vom Lebensstil beeinflusst werden – Herzkrankheiten, Diabetes und viele Krebsarten – stehen im Mittelpunkt. Die Interventionen reichen von Einzelberatungen bis hin zu groß angelegten öffentlichen Kampagnen.
Die Medizin behandelt den Körper. Die Gesundheitspsychologie befasst sich mit den Verhaltensweisen und mentalen Prozessen, die mitentscheidend dafür sind, ob der Körper gesund bleibt oder krank wird.
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