Die Ergebnisse des Versicherungsgeschäfts allein geben kein vollständiges Bild der Rentabilität wieder. Die operative Marge kombiniert die Schaden-Kosten-Quote mit dem Effekt der Kapitalerträge, typischerweise durch Subtraktion der Kapitalertragsquote von der Schaden-Kosten-Quote. Eine operative Marge unter 100 Prozent deutet auf einen Gesamtgewinn hin.
Diese Kennzahl berücksichtigt, dass Versicherer erhebliche Renditen auf den Streubesitz erzielen. Ein Unternehmen mit einer kombinierten Schadenquote von knapp über 100 Prozent kann dennoch profitabel sein, wenn die Kapitalerträge ausreichend sind. Analysten nutzen die operative Kennzahl, um das gesamte wirtschaftliche Ergebnis des Versicherungsgeschäfts zu beurteilen.
Die Definitionen können zwischen Unternehmen und Ratingagenturen leicht variieren. Konstanz im Zeitverlauf und transparente Offenlegung der Komponenten sind wichtiger als die genaue Formel. Die operative Kennzahl bleibt eine nützliche Brücke zwischen reinen Zeichnungskennzahlen und der tatsächlichen Rentabilität.
- Kombinierte Quote, bereinigt um Kapitalerträge
- Unter 100 Prozent signalisiert einen operativen Gewinn
- Spiegelt sowohl die Zeichnungs- als auch die Anlageergebnisse wider
- Wird von Analysten und dem Management genutzt.
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