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Ein strukturelles Gerüst aus Linien, das zur Ausrichtung von Gestaltungselementen verwendet wird.

Grid

Ein Raster ist ein Liniengerüst, das zur Ausrichtung von Gestaltungselementen dient. Es unterteilt eine Seite in Spalten, Zeilen und Ränder und bietet dem Designer ein System zur Platzierung von Inhalten. Der Schweizer Designer Josef Müller-Brockmann systematisierte die Rasterprinzipien in den 1960er-Jahren, und sein Buch „Grid Systems in Graphic Design“ gilt bis heute als Standardwerk. Zeitungen, Zeitschriften und Websites nutzen Raster, wenn auch auf unterschiedliche Weise.

Ein typisches Raster besteht aus Spalten, Spaltenabständen und Seitenrändern. Die Spalten enthalten den Inhalt. Spaltenabstände trennen die Spalten. Seitenränder rahmen die Seite ein. Ein 12-spaltiges Raster ist im Web weit verbreitet, da es die Seite gleichmäßig in Hälften, Drittel, Viertel und Sechstel unterteilt. Designer können mehrere Spalten für breitere Inhalte nutzen oder eine einzelne Spalte für schmaleren Text. Das Raster gibt das Design nicht vor. Es bietet eine Struktur, die der Designer befolgen, anpassen oder bewusst durchbrechen kann. Das Brechen des Rasters kann eine starke Wirkung erzielen. Ein randloses Bild, das die Spalten ignoriert, zieht die Aufmerksamkeit gerade deshalb auf sich, weil es die Struktur verletzt.

Rasterkomponenten

Ein Raster ist kein Käfig. Es ist ein Werkzeug, um Entscheidungen schneller zu treffen und ein einheitliches Layout über viele Seiten oder Bildschirme hinweg zu gewährleisten.

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