Komplementärfarben liegen sich im Farbkreis gegenüber. Rot und Grün. Blau und Orange. Gelb und Violett. Nebeneinander platziert, verstärken sie sich gegenseitig. Dieser Effekt ist optisch, nicht nur ästhetisch. Betrachtet man einen roten Fleck und schaut anschließend auf eine weiße Wand, entsteht ein schwacher grüner Nachglanz. Das Auge strebt nach Ausgewogenheit, und komplementäre Farbpaare bieten diese.
Designer nutzen Komplementärfarben, um starke Kontraste zu erzeugen. Eine blaue Benutzeroberfläche mit orangefarbenen Call-to-Action-Buttons macht diese Buttons unübersehbar. Die Kombination kann jedoch, insbesondere bei voller Farbsättigung, auch aufdringlich wirken. Viele Designer schwächen daher eine Farbe ab, indem sie eine gedeckte Komplementärfarbe zu einer gesättigten Farbe verwenden. So bleibt der Kontrast erhalten, ohne dass es zu einem visuellen Rauschen kommt. Komplementärfarben eignen sich hervorragend für Sportmannschaften, Flaggen und Verpackungen, die im Regal auffallen sollen.
Komplemente gut verwenden
- Kombinieren Sie eine kräftige Farbe mit einer gedeckten Komplementärfarbe.
- Verwenden Sie Komplementärwörter zur Hervorhebung, nicht für große Flächen.
- Überprüfen Sie den Kontrast im Hinblick auf Barrierefreiheit.
- Berücksichtigen Sie die kulturellen Assoziationen der einzelnen Farbtöne.
Komplementärfarben harmonieren nicht automatisch miteinander. Die Proportionen sind entscheidend. Ein kleiner orangefarbener Akzent auf blauem Grund wirkt meist besser als eine gleichmäßige Aufteilung.
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