Eine Shotlist ist ein Dokument, das alle für einen Drehtag benötigten Einstellungen auflistet. Sie dient als Drehplan und gibt dem Team vor, was, in welcher Reihenfolge und wie gedreht werden soll. Sie enthält die Einstellungsnummer, die Beschreibung, den Bildausschnitt, den Kamerawinkel, die Kamerabewegung und alle besonderen Anforderungen. Die Shotlist wird vom Regisseur und Kameramann in der Vorproduktion erstellt. Sie ist der Leitfaden für den Dreh. Ohne sie würde am Set Chaos herrschen.
Die Shotlist ist kein Drehbuch. Das Drehbuch erzählt die Geschichte. Die Shotlist beschreibt, wie sie gedreht wird. Eine einzelne Szene kann Dutzende von Einstellungen erfordern. Die Shotlist zerlegt die Szene in ihre einzelnen Einstellungen. Sie hilft dem Team bei der Vorbereitung von Equipment, Beleuchtung und Requisiten. Sie hilft dem Regisseur, den Überblick zu behalten. Sie hilft dem Cutter, den Drehplan zu verstehen. Die Shotlist ist ein Kommunikationsmittel. Sie stellt sicher, dass jeder weiß, was und warum gedreht wird.
Shotlisten gibt es in verschiedenen Formen. Eine einfache Liste ist lediglich eine nummerierte Aufzählung der Einstellungen. Ein Storyboard ist eine visuelle Shotliste mit Zeichnungen jeder einzelnen Einstellung. Ein Grundriss zeigt die Kamerapositionen und die Bewegungen der Schauspieler. Eine digitale Shotliste kann auf einem Tablet geteilt und in Echtzeit aktualisiert werden. Die Form hängt von der Produktion ab. Manche Regisseure verwenden detaillierte Shotlisten. Andere improvisieren lieber am Set. Aber auch die Improvisierenden haben in der Regel einen Plan. Die Shotliste ist dieser Plan. Sie ist der Fahrplan für den Dreh.
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