Perspektive beschreibt das Verhältnis der Objekte in einem Bild aus der Sicht der Kamera. Sie bestimmt, wie groß Objekte im Verhältnis zueinander erscheinen, wie Linien zusammenlaufen und wie Tiefenwirkung dargestellt wird. Perspektive ist nicht dasselbe wie Brennweite, obwohl die beiden Begriffe oft verwechselt werden. Die Brennweite bestimmt, wie viel von der Szene im Bild erfasst wird. Die Perspektive bestimmt, wie die Szene aussieht. Durch Ändern der Brennweite und Bewegen des Motivs, um dessen Größe beizubehalten, lässt sich die Perspektive verändern. Ein Weitwinkelobjektiv in der Nähe des Motivs verstärkt die Tiefenwirkung und lässt nahe Objekte größer erscheinen. Ein Teleobjektiv in größerer Entfernung vom Motiv verringert die Tiefenwirkung und lässt entfernte Objekte näher beieinander erscheinen.
Perspektive ist ein wirkungsvolles Gestaltungsmittel. Eine niedrige Perspektive lässt ein Motiv kraftvoll wirken, eine hohe hingegen klein. Eine frontale Perspektive wirkt neutral. Die lineare Perspektive, bei der Linien auf einen Fluchtpunkt zulaufen, erzeugt ein Gefühl von Tiefe. Auch die atmosphärische Perspektive, bei der entfernte Objekte verschwommener und bläulicher erscheinen, erzeugt Tiefe. Perspektive zu verstehen hilft Ihnen, das richtige Objektiv und die richtige Position für Ihre Aufnahme zu wählen. Es kommt nicht nur auf das Objektiv an, sondern auch auf Ihren Standpunkt und die Anordnung der Szene.
Perspektivenarten
- Linear. Geraden, die auf einen Fluchtpunkt zulaufen.
- Atmospheric. Entfernte Objekte erscheinen verschwommener und blauer.
- Forced. Die Entfernung wird genutzt, um Objekte größer oder kleiner erscheinen zu lassen.
- Compressed. Teleobjektive lassen entfernte Objekte näher erscheinen.
Perspektive ist nicht dasselbe wie Standpunkt. Der Standpunkt beschreibt, wo man sich befindet. Die Perspektive beschreibt, wie die Szene von diesem Standpunkt aus aussieht.
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