Hierarchie ordnet Elemente nach ihrer Wichtigkeit. Sie gibt dem Betrachter vor, worauf er zuerst, dann als Zweites und schließlich als Drittes achten soll. Eine Überschrift ist größer als der Fließtext. Ein Call-to-Action-Button hebt sich von seiner Umgebung ab. Eine Abschnittsüberschrift ist fetter als die darunter stehenden Absätze. Hierarchie lenkt den Blick durch das Design. Ohne sie konkurriert alles um Aufmerksamkeit. Nichts gewinnt. Der Betrachter weiß nicht, wo er anfangen soll.
Hierarchie entsteht durch Kontrast. Größe, Farbe, Gewicht, Position und Abstand bestimmen die Wichtigkeit. Ein großes Element dominiert. Eine leuchtende Farbe zieht die Blicke auf sich. Fettdruck sticht hervor. Elemente am Seitenanfang fallen zuerst ins Auge. Weißraum um ein Element herum hebt es hervor. Der Designer kombiniert diese Mittel, um eine klare visuelle Ordnung zu schaffen. Bei Hierarchie geht es nicht nur darum, Dinge groß zu machen, sondern darum, die richtigen Dinge groß zu machen. Das wichtigste Element sollte am prominentesten sein. Wenn alles betont wird, ist nichts mehr wichtig. Der Designer muss entscheiden, was am wichtigsten ist, und entsprechend gestalten. Hierarchie ändert sich auch mit dem Kontext. Ein Handybildschirm bietet weniger Platz als ein Desktop-Bildschirm. Ein Poster wird aus der Ferne betrachtet. Ein Buch hält man nah bei sich. Die Hierarchie passt sich dem Medium an. Das Ziel bleibt jedoch dasselbe: den Betrachter in der gewünschten Reihenfolge durch den Inhalt zu führen.
Hierarchie-Werkzeuge
- Größe – größere Elemente ziehen zuerst die Aufmerksamkeit auf sich.
- Farbe – helle oder kontrastierende Farben fallen auf
- Gewichtung – Fettdruck ist deutlicher
- Position – oben und Mitte werden zuerst gesehen
- Raum – Isolation verleiht einem Element Bedeutung
Hierarchie ist die Reihenfolge der Wichtigkeit. Sie gibt dem Betrachter vor, wo und in welcher Reihenfolge er hinschauen soll.
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