Sie geben einen Namen in Ihren Browser ein. Das Domain Name System (DNS) übersetzt diesen in eine IP-Adresse. DNS ist das Telefonbuch des Internets. Es ordnet für Menschen lesbare Namen maschinenlesbaren Nummern zu. Ohne DNS müssten Sie sich beispielsweise 142.250.72.14 statt google.com merken.
DNS ist eine verteilte Datenbank. Kein einzelner Server speichert alle Einträge. Root-Server verweisen auf Top-Level-Domains (TLDs). TLD-Server verweisen auf autoritative Server. Die autoritativen Server speichern die eigentlichen Einträge. Ihr Resolver fragt diese nacheinander ab und speichert die Antwort im Cache. Der gesamte Vorgang dauert nur Millisekunden.
Gängige DNS-Einträge
- A: Ordnet einen Namen einer IPv4-Adresse zu
- AAAA: Ordnet einen Namen einer IPv6-Adresse zu
- CNAME: Ein Name wird einem anderen Namen als Alias zugewiesen
- MX: Leitet E-Mails an einen Mailserver weiter
- TXT: Enthält beliebigen Text, oft zur Überprüfung
DNS ist kritisch und gleichzeitig anfällig. Angriffe auf das DNS können Webseiten lahmlegen. DNS-Spoofing kann Nutzer auf schädliche Seiten umleiten. DNSSEC fügt kryptografische Signaturen hinzu, um Manipulationen zu verhindern. Die Verbreitung ist jedoch uneinheitlich. Das Telefonbuch des Internets braucht bessere Sicherheitsvorkehrungen.
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