Kontrast macht Unterschiede sichtbar. Er kann sich auf Größe, Farbe, Stärke, Form oder Abstände beziehen. Eine große Überschrift neben kleinem Fließtext erzeugt Kontrast. Ebenso ein leuchtend roter Button auf einem grauen Formular. Ohne Kontrast wirkt ein Design flach. Alles konkurriert gleich stark miteinander, nichts sticht hervor. Bei zu viel Kontrast wird die Seite unruhig, und das Auge findet keinen Ruhepunkt.
Kontrast ist nicht nur ästhetisch, sondern beeinflusst auch die Lesbarkeit. Text mit geringem Kontrast zum Hintergrund ist schwer lesbar, insbesondere für Menschen mit Sehbehinderung. Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) fordern ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Fließtext. Designer überprüfen dies mithilfe von Tools, die Helligkeitsunterschiede berechnen. Hoher Kontrast ist bei hellem Sonnenlicht und auf Bildschirmen mit geringer Auflösung hilfreich. Geringer Kontrast kann zwar eine bestimmte Stimmung erzeugen, sollte aber bewusst gewählt und nicht zufällig sein.
Möglichkeiten zur Kontrasterzeugung
- Größe: groß versus klein.
- Farbe: Komplementärfarbe oder warm versus kühl.
- Gewichtung: fett versus hell.
- Raum: überfüllt versus isoliert.
Kontrast wirkt am besten, wenn er gezielt eingesetzt wird. Ein starker Kontrast pro Bildschirm ist oft wirkungsvoller als fünf konkurrierende.
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