Sirup ist eine flüssige Darreichungsform, bei der der Wirkstoff in einer konzentrierten Zuckerlösung gelöst ist. Der Zucker dient nicht nur der Süße, sondern wirkt auch als Konservierungsmittel, hemmt das Wachstum von Mikroorganismen und verbessert das Mundgefühl. Sirupe sind leicht zu schlucken und daher besonders für Kinder, ältere Menschen und alle geeignet, die Schwierigkeiten mit Tabletten haben. Da die Flüssigkeit in Millilitern abgemessen werden kann, ermöglichen sie zudem eine flexible Dosierung.
Nicht alle flüssigen Medikamente sind Sirupe. Suspensionen enthalten ungelöste Wirkstoffpartikel und müssen vor Gebrauch geschüttelt werden. Elixiere enthalten Alkohol anstelle von Zucker. Lösungen sind klare Flüssigkeiten mit gelöstem Wirkstoff. Jede Darreichungsform hat ihre eigenen Eigenschaften und ihr eigenes Stabilitätsprofil. Sirupe werden oft mit Frucht- oder Kaugummiaromen versetzt, um den bitteren Geschmack von Medikamenten zu überdecken. Sie werden mit einem Messbecher oder einer Dosierspritze abgemessen, nicht mit einem Küchenlöffel, dessen Größe variiert. Manche Sirupe müssen nach dem Öffnen gekühlt werden; andere sind bei Raumtemperatur haltbar.
Wichtigste Punkte:
- Vor Gebrauch schütteln, falls suspendiert. Suspensionen setzen sich ab, und Schütteln gewährleistet eine gleichmäßige Dosierung.
- Genau messen. Verwenden Sie das mit dem Produkt gelieferte Dosiergerät.
- Lagerung prüfen. Einige Sirupe müssen gekühlt werden.
- Achten Sie auf den Zuckergehalt. Sirupe können für Patienten mit Diabetes problematisch sein.
Für viele gängige Sirupsorten sind zuckerfreie Varianten erhältlich, bei denen Sorbit oder andere Süßungsmittel verwendet werden.
Comments (2)
Leave a comment