Weißraum ist der leere Bereich zwischen und um Gestaltungselemente herum. Er ist kein verschwendeter Platz. Er gibt dem Auge Ruhe, trennt Gruppen und verdeutlicht Zusammenhänge. Ein beengtes Layout wirkt bedrückend, ein großzügiges hingegen ruhig und selbstsicher. Der Begriff umfasst Ränder, Innenabstände, Zeilenabstände und die Lücken zwischen Spalten oder Schaltflächen.
Designer unterscheiden zwischen Makro- und Mikro-Weißraum. Makro-Weißraum bezeichnet die großen Flächen um größere Textblöcke herum, wie beispielsweise die Seitenränder. Mikro-Weißraum hingegen sind die kleinen Zwischenräume innerhalb von Elementen, etwa der Abstand zwischen einer Beschriftung und ihrem Eingabefeld. Beides ist wichtig. Zu wenig Mikro-Weißraum lässt Texte gedrängt und schwer lesbar wirken. Zu wenig Makro-Weißraum lässt eine Seite überladen erscheinen, selbst wenn sie nur wenige Elemente enthält.
Dort, wo es am effektivsten wirkt
- Ränder, die den Inhalt einrahmen und den Blick lenken.
- Zeilenabstand, der die Lesbarkeit verbessert.
- Lücken, die zusammengehörige Elemente gruppieren und nicht zusammengehörige Elemente trennen.
- Polsterung, die Knöpfen und Karten Platz zum Atmen gibt.
Apple, Muji und viele Luxusmarken nutzen Leerraum als Statussymbol. Leerraum vermittelt Selbstbewusstsein. Er signalisiert, dass das Produkt nicht lautstark auftreten muss.
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