Ausrichtung ordnet Elemente entlang einer gemeinsamen Kante oder Achse an. Sie schafft Ordnung. Wenn Text und Bilder linksbündig ausgerichtet sind, folgt das Auge einer klaren vertikalen Linie über die Seite. Sind sie hingegen verstreut, wirkt das Design zufällig. Robin Williams nennt die Ausrichtung neben Nähe, Wiederholung und Kontrast als eines von vier zentralen Gestaltungsprinzipien. Sie rät Designern zu einem bewussten Vorgehen. Jedes Element sollte eine visuelle Verbindung zu anderen Elementen auf der Seite haben.
Es gibt verschiedene Arten der Textausrichtung. Linksbündiger Text ist in westlichen Sprachen die Standardeinstellung für Fließtext, da der unregelmäßige rechte Rand angenehmer für das Auge ist. Zentrierter Text wirkt formell und eignet sich gut für Einladungen und Überschriften. Rechtsbündiger Text ist in Sprachen üblich, die von rechts nach links gelesen werden, sowie für Bildunterschriften oder Zahlen. Blocksatz dehnt den Text bis an beide Ränder aus und erzeugt so einen sauberen Block, kann aber mitunter unschöne Lücken zwischen den Wörtern verursachen.
Ausrichtung in der Praxis
- Wählen Sie pro Block eine primäre Ausrichtung.
- Richten Sie die Elemente an einer gemeinsamen Kante oder Rasterlinie aus.
- Vermeiden Sie es, längere Textblöcke zu zentrieren.
- Verwenden Sie die Ausrichtung, um entfernte Elemente zu verbinden.
Eine präzise Ausrichtung ist oft unsichtbar. Der Betrachter empfindet die Seite einfach als übersichtlich. Eine schwache Ausrichtung hingegen erzeugt ein nagendes Gefühl, dass etwas nicht stimmt.
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