Nähgarn ist ein dünner Strang aus gesponnenen Fasern, der zum Nähen, Sticken und Weben verwendet wird. Baumwolle, Polyester, Seide und Nylon sind die gängigsten Garnarten. Baumwollgarn ist weich und eignet sich gut für Naturfasern. Polyestergarn ist reißfest und leicht dehnbar, wodurch es sich für Strickwaren und Outdoor-Bekleidung eignet. Seidengarn ist fein und reißfest und wird häufig zum Nähen und Heften verwendet, da es weniger Abdrücke hinterlässt. Nylongarn ist robust und nahezu unsichtbar und wird zum Perlensticken und für Reparaturen mit hoher Beanspruchung eingesetzt.
Garnstärke und Fadenanzahl sind wichtig. Ein 50er-Garn ist Standard für Patchwork und allgemeine Näharbeiten. Ein 40er-Garn ist etwas dicker und gut für Ziernähte geeignet. Ein 12er-Garn ist dick und dekorativ. Die Fadenanzahl beeinflusst Festigkeit und Laufeigenschaften. Zweifädiges Garn ist leichter, dreifädiges stärker. Merzerisierte Baumwolle ist fusselfrei und verleiht Glanz. Glasiertes Garn ist mit einer Beschichtung versehen, die die Reibung verringert und so das Nähen von dicken Stoffen erleichtert.
Gewindearten im Überblick
- Universelles Polyester – robust, leicht dehnbar, für die meisten Nähte geeignet
- Merzerisierte Baumwolle – natürlich, fusselfrei, ideal zum Quilten und für Erbstücke.
- Seide – fein, stark, zum Schneidern und Heften
- Nylon – unsichtbar, für Perlenarbeiten und umfangreiche Reparaturen
- Stickgarn – teilbare Stränge, Handstickerei
Das Garn muss zum Stoffgewicht und zur Faser passen. Das falsche Garn kann leichte Stoffe kräuseln oder unter der Belastung schwerer Nähte reißen.
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