Die Silhouette beschreibt die Gesamtform und Kontur eines Kleidungsstücks. Sie ist das, was man aus der Ferne wahrnimmt, bevor man auf die Farbe oder die Details achtet. Eine Silhouette kann schmal und figurbetont sein. Sie kann aber auch weit und voluminös sein. Sie kann an der Taille ausgestellt sein oder von der Schulter gerade abfallen. Designer nutzen die Silhouette, um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Eine klare, strukturierte Form wirkt kraftvoll. Eine weiche, fließende Form wirkt romantisch.
Die Silhouetten verändern sich mit den Modeepochen. In den 1950er-Jahren waren taillierte Schnitte und weite Röcke, der sogenannte New Look, angesagt. Die 1960er-Jahre brachten das Etuikleid und den Minirock hervor, wodurch die Silhouette kürzer und die Beine schmaler wurden. In den 1970er-Jahren waren weite Hosen und lockere Tuniken modern. Die 1980er-Jahre betonten breite Schultern und schmale Hüften. In den 1990er-Jahren waren minimalistische Slipkleider und lässige Grunge-Looks beliebt. Jede Ära hat ihre Spuren hinterlassen.
Die moderne Mode kombiniert Silhouetten. Ein Designer kombiniert beispielsweise ein voluminöses Oberteil mit einer schmalen Hose oder einen weiten Rock mit einem figurbetonten Oberteil. Der Kontrast erzeugt Spannung. Die Silhouette wird durch Stoff, Schnitt und Verarbeitung bestimmt. Steife Stoffe geben Form. Fließende Stoffe schmiegen sich an den Körper an. Polsterung und Einlagen sorgen für Struktur. Abnäher und Nähte formen die Passform. Die Silhouette ist die Summe all dieser Entscheidungen. Sie ist das Erste, was ein Kleidungsstück aussagt.
Gängige Silhouetten
- A-Linie
- Schicht
- Sanduhr
- Spalte
- Zelt und Trapez
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